Genossenschaftlich stark – aus Verantwortung

Vorstand der VerbundVolksbank OWL 2025

Frank Sievert, Ansgar Käter, Ina Kreimer und Thorsten Wolff

Vorstand der VerbundVolksbank OWL eG im Interview

Die VerbundVolksbank OWL eG blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück, getragen von genossenschaftlichen
Werten und dem klaren Fokus auf die Menschen: Mitglieder, Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeitende.
Im Mittelpunkt steht dabei vor allem die Frage nach der gemeinsamen Gestaltung der Zukunft.
Wie gelingt es, neue Mitglieder für den genossenschaftlichen Gedanken zu begeistern? Was bedeutet es heute, Teil einer starken Gemeinschaft zu sein?
Und wie stellt sich die Bank strategisch und kulturell für die kommenden Herausforderungen auf?
Im Interview geben die Vorstandsmitglieder Einblicke in die aktuelle Entwicklung, sprechen über die Bedeutung der Mitgliedschaft,
die strategische Ausrichtung und die Innovationskultur der Bank.
Sie zeigen, wie genossenschaftliche Prinzipien auch in einer sich wandelnden Welt Orientierung und Stärke bieten.

Genossenschaftliche Stärke aus Verantwortung – was bedeutet das für Sie konkret, Herr Käter?

Ansgar Käter: Wir setzen ganz bewusst auf unsere genossenschaftlichen Werte und handeln nach dem Prinzip der Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung. Unsere Stärke resultiert daraus, dass wir Verantwortung für unsere Mitglieder, für die Kundinnen und Kunden, für unsere Mitarbeitenden und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt übernehmen. Durch unsere regionale, nachhaltige und langfristige Ausrichtung sind wir krisenfest und können so in besonderer Weise dieser Verantwortung gerecht werden.

Es hätte kaum ein besseres Jahr geben können, um die genossenschaftlichen Werte besonders in den Fokus zu stellen.

Ansgar Käter: Richtig. Die Vereinten Nationen haben 2025 zum „Internationalen Jahr der Genossenschaften“ erklärt. Das Motto, das übrigens auch unserer Überzeugung entspricht, lautete „Genossenschaften schaffen eine bessere Welt“. Weltweit ist laut Zahlen der International Cooperative Alliance (ICA) etwa jeder achte Mensch Mitglied einer Genossenschaft. Es gibt also überall auf dem Globus eine Heimat für Solidarität, Hilfe zur Selbsthilfe, unternehmerische Eigenverantwortung und eine soziale Wertekultur. Wir sind stolz, als Genossenschaftsbank seit über 163 Jahren unsere Heimat aktiv mitzugestalten und die Genossenschaftsidee immer wieder modern neu zu interpretieren. Damit geht eine hohe Verantwortung für eine nachhaltige wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung in Ostwestfalen-Lippe und im Altkreis Brilon einher.

Herr Wolff, warum ist das genossenschaftliche Prinzip „Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele“ aus Ihrer Sicht moderner denn je?

Thorsten Wolff: Das genossenschaftliche Prinzip prägt unverändert und unabdingbar das tägliche Handeln unserer VerbundVolksbank OWL eG. Gemeinschaftliches Handeln, gegenseitige Unterstützung und nachhaltige Verantwortung sind heute wichtiger denn je. Und wir als Genossenschaft zeigen, wie erfolgreich und zukunftsfähig diese Werte sind. In einer Zeit, in der komplexe Herausforderungen wie die Digitalisierung, der gesellschaftliche Wandel und die nachhaltige Transformation nur gemeinsam bewältigt werden können, beweist das genossenschaftliche Modell seine besondere Stärke und Aktualität.

Die Stärke der VerbundVolksbank OWL eG belegen auch die guten Ergebnisse. Die Bank konnte ihren Wachstumskurs im Geschäftsjahr 2025 fortsetzen.

Ansgar Käter: Es sind in der Tat beeindruckende Zahlen, die wir für das Geschäftsjahr 2025 vorweisen können. Ich möchte dabei nur einige herausgreifen, die besonders deutlich machen, wie stark wir unsere Marktposition in einem weiterhin volatilen wirtschaftlichen Umfeld ausbauen konnten. Bei der Bilanzsumme bewegen wir uns auf die Marke von 11 Milliarden Euro zu. Die Steigerung auf 10,9 Milliarden Euro entspricht einem Plus von 3,1 Prozent. Das gesamte betreute Kundengeschäftsvolumen stieg mit 6,1 Prozent auf einen neuen historischen Höchstwert von 23,5 Milliarden Euro. Das zeigt, wie groß das Vertrauen der Mitglieder und Kunden in unsere Bank ist. Die Kundeneinlagen stiegen um 3,8 Prozent auf 7,9 Milliarden Euro. Und auch das Wachstum im Kreditgeschäft lag oberhalb unserer eigenen Planung. Der Bestand der Kundenforderungen stieg auf 7,6 Milliarden Euro und verzeichnete damit ein Wachstum von 7,4 Prozent.

Das Wachstum im Kreditgeschäft liegt über dem durchschnittlichen Kreditwachstum der genossenschaftlichen Finanzinstitute. Worauf ist das zurückzuführen, Herr Sievert?

Frank Sievert: Wenn man betrachtet, dass die gesamtkonjunkturelle Lage in 2025 eigentlich kaum Gründe für besonderen Optimismus lieferte, war unser Wachstum im Kreditgeschäft so nicht zu erwarten. Aus meiner Sicht spricht das zum einen dafür, dass unsere Mitglieder und Kunden wissen: Auch wenn die See rau ist, hat die VerbundVolksbank OWL eG den Kompass, um uns sicher ans Ziel zu navigieren. Die Entwicklung zeigt aber auch, dass wir in Ostwestfalen-Lippe und im Altkreis Brilon einen leistungsstarken Mittelstand und eine ausgeprägte Innovationskraft haben. Die Unternehmen sind bereit, Investitionen zu tätigen und diese auch zielgerichtet zu priorisieren – etwa in den Bereichen nachhaltige Transformation, Digitalisierung und Effizienzsteigerung. Dadurch werden Beschäftigung, Investitionen und Wertschöpfung vor Ort gestützt. Und wir sind stolz, diesen Weg als verlässlicher genossenschaftlicher Kreditgeber zu begleiten.

„Als Genossenschaft sind wir stark, weil wir Verantwortung übernehmen – für unsere Mitglieder, unsere Kunden und unsere Heimat.“

Ansgar Käter

Frau Kreimer, blicken wir auf die Einlagenseite: 2025 war auch von einer Stabilisierung der Leitzinsen geprägt.

Ina Kreimer: Das stimmt. Unsere Zuwächse im Einlagengeschäft, die wir ebenfalls moderater geplant hatten, dürfen wir als Vertrauensbeweis unserer Mitglieder, Kundinnen und Kunden werten. Der Anstieg lässt erkennen, dass Unternehmens- und Privatkunden zu schätzen wissen, wie sicher ihr Geld bei uns angelegt ist. Besonders in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit ist das für uns auch ein Zeichen der Wertschätzung. Insgesamt setzten die Kunden insbesondere auf Tagesgelder und Termineinlagen. Wir haben uns angesichts eines intensiven Wettbewerbs mit offenkundig sehr attraktiven Konditionen und Angeboten gut behauptet. Besonders freut uns, dass unsere Festgeldanlagen speziell für Mitglieder stark nachgefragt waren.

Im operativen Ergebnis macht sich das beeindruckende Wachstum im Kerngeschäft ebenfalls bemerkbar.

Ansgar Käter: Ja, wir haben ein herausforderndes Marktumfeld effizient und ertragsstark bewältigt. Die Steigerung unseres operativen Betriebsergebnisses vor Bewertung auf 144,1 Millionen Euro ist ein starkes Zeichen für Stabilität und nachhaltiges Wirtschaften. Die Profitabilität kommt unter anderem im Zinsüberschuss zum Ausdruck, der um 9 Prozent auf 196,2 Millionen Euro anstieg. Auch der Provisionsüberschuss legte erneut zu, um 3,4 Prozent, und belief sich auf 72,6 Millionen Euro.

Was waren die Gründe für diese positive Entwicklung? Welche Trends zeichneten sich ab?

Thorsten Wolff: Besonders hervorzuheben ist unter anderem, dass wir ein zunehmendes Bewusstsein bei unseren Mitgliedern, Kundinnen und Kunden spüren, dass für eine langfristige Vermögensbildung Wertpapiere eine sehr gute Alternative sind. Wir bieten attraktive Lösungen an. Die Kurswerte aller Kundendepots bei der VerbundVolksbank OWL eG legten auf rund 6,2 Milliarden Euro zu, was einem Anstieg um etwa 10 Prozent entspricht. Stärker als erwartet hat sich zum Beispiel auch das Immobiliengeschäft entwickelt. Das Volumen der neuen Baufinanzierungen umfasste 536,0 Millionen Euro. Das waren 31 Prozent mehr als 2024. Nach Jahren der Zurückhaltung sprechen diese Zahlen doch für ein spürbares Zeichen einer Belebung. Unsere Mitglieder, Kundinnen und Kunden glauben wieder an den Traum vom Eigenheim.

Eine starke Genossenschaftsbank in einer starken Wirtschaftsregion: Beides bedingt sich gegenseitig. Herr Käter, wie ist Ihre Sicht auf das Geschäftsgebiet Ostwestfalen-Lippe und den Altkreis Brilon?

Ansgar Käter: Die Wirtschaftsregion Ostwestfalen-Lippe und der Altkreis Brilon zeichnen sich durch eine beeindruckende unternehmerische Vielfalt, Innovationskraft und Menschen mit dem Willen zum Gestalten aus. Tradition, Moderne und Zukunftsorientierung gehen hier Hand in Hand – von kleineren mittelständischen Betrieben bis hin zu international erfolgreichen Familienunternehmen. Die Menschen in der Region sind engagiert, bodenständig und offen für neue Entwicklungen. Dieses Zusammenspiel aus unternehmerischer Stärke, regionaler Verbundenheit und Innovationsbereitschaft macht die Region zu einem attraktiven Standort und schafft die Grundlage für nachhaltiges Wachstum. Als Genossenschaftsbank sind wir stolz darauf, Teil dieser starken Wirtschaftsregion zu sein und unsere Mitglieder, Kundinnen und Kunden bei ihren Vorhaben partnerschaftlich zu begleiten und zu unterstützen.

Herr Käter, Sie sind am 1. Mai 2026 seit zehn Jahren im Vorstand der VerbundVolksbank OWL eG, seit Januar 2019 in der Aufgabe als Vorstandsvorsitzender. Wie hat sich die Bank in dieser Zeit entwickelt?

Ansgar Käter: In den vergangenen zehn Jahren hat sich die VerbundVolksbank OWL eG in vielerlei Hinsicht weiterentwickelt. Wir haben uns erfolgreich den Herausforderungen und Chancen des digitalen Wandels gestellt, unser Angebot kontinuierlich modernisiert und ausgebaut und die Bedürfnisse unserer Mitglieder, Kundinnen und Kunden dabei stets in den Mittelpunkt gestellt. Gleichzeitig sind wir als Bank gewachsen – sowohl durch zwei Fusionen als insbesondere auch durch die Ausweitung unseres Dienstleistungsportfolios und Kompetenznetzwerkes. Als ich im Mai 2016 als Vorstandsmitglied gestartet bin, hatte die Bank eine Bilanzsumme in Höhe von 4,9 Milliarden Euro, am 1. Januar 2019 eine Bilanzsumme in Höhe von 6,3 Milliarden Euro und zum 1. Januar 2026 eine Bilanzsumme in Höhe von 10,9 Milliarden Euro. Auch wenn Zahlen nicht alles aussagen, erkennt man daran gleichwohl die sehr dynamische Entwicklung unserer Bank in den letzten zehn Jahren der über 160-jährigen Bankgeschichte. Besonders stolz bin ich darauf, dass wir trotz aller Veränderungen unsere genossenschaftlichen Werte bewahrt und gepflegt haben: Partnerschaftlichkeit, Solidarität und Verantwortung für die Region. Das große Engagement unserer Mitarbeitenden sowie das Vertrauen unserer Mitglieder, Kundinnen und Kunden waren dabei stets die Basis unseres gemeinsamen Erfolgs. So konnten wir gemeinsam die VerbundVolksbank OWL eG in den letzten Jahren zu einer starken, zukunftsfähigen Regionalbank weiterentwickeln.

„Zusammenhalt, Vertrauen und gegenseitige Unterstützung sind der Schlüssel zu nachhaltigem Erfolg.“

Thorsten Wolff

Herr Sievert, wie zeigt sich die genossenschaftliche Stärke der VerbundVolksbank OWL eG darüber hinaus?

Frank Sievert: Sicherlich auch dadurch, dass wir uns sehr erfolgreich gegen einen Negativtrend stemmen. Die genossenschaftliche Bankengruppe hat insgesamt auch 2025 wieder Mitglieder verloren. Wir verfolgen seit einigen Jahren eine klare Fokussierung darauf, Neumitglieder zu gewinnen. Warum? Weil die Mitgliedschaft letztlich das ist, was uns als Genossenschaftsbank eine Daseinsberechtigung gibt. Die Mitgliedschaft ist eine langfristige Form der Anlage, der Teilhabe und der Mitbestimmung, die auf Werten wie Solidarität, Fairness und Verantwortung basiert.  Wir freuen uns besonders, dass unsere Volksbank-Familie weiter wächst. Rund 7.200 Neumitglieder zeichneten 2025 Anteile und wurden damit Teilhaber unserer Wertegemeinschaft VerbundVolksbank OWL eG. Die Zahl unserer Mitglieder ist damit – entgegen dem genossenschaftlichen Trend – um 1,7 Prozent gestiegen. Wir haben genau 167.631 genossenschaftliche Familienmitglieder. Was für eine große und starke Gemeinschaft!  Die strategische Fokussierung auf unsere Mitglieder ist der Grund für das seit Jahren zunehmende Interesse an einer Mitgliedschaft.

Genossenschaften gehören ihren Mitgliedern. Ist es eigentlich schwer, neue Mitglieder zu gewinnen, Herr Wolff?

Thorsten Wolff: Sagen wir es mal so: Es ist kein Selbstläufer, sondern wir tun täglich einiges dafür, um Kunden von den zahlreichen Mehrwerten einer Mitgliedschaft zu überzeugen. Dabei vermitteln wir Ihnen, dass wir unsere Mitgliedschaft in den Mittelpunkt unserer strategischen und vertrieblichen Ausrichtung stellen. Unsere Mitarbeitenden haben diesen Gedanken komplett verinnerlicht und thematisieren die Mitgliedschaft im Beratungsgespräch. Der Erfolg gibt uns Recht. Neben der Dividende als eine attraktive Gewinnbeteiligung bieten wir zum Beispiel über unsere MitgliederWelt OWL „MeinPlus“ unseren Mitgliedern zahlreiche weitere Mehrwerte an.

In diesem Sommer steht für die Mitglieder ja auch ein ganz besonderes Highlight an, Frau Kreimer.

Ina Kreimer: Viele Mitglieder erinnern sich sicherlich an den Sommer 2023 und unser exklusives Mitgliederkonzert mit Alvaro Soler in Salzkotten. Das besondere Gefühl dieses Abends und das konkrete Erleben, was es bedeutet, Mitglied unserer Bank zu sein, wollen wir in diesem Sommer wieder aufleben lassen. Wir freuen uns ganz besonders auf den 17. Juli und unser Mitglieder-Event mit dem Singer-Songwriter Clueso. Clueso hat es geschafft, Menschen generationenübergreifend mit seiner Musik anzusprechen. Bei seinen Konzerten entsteht eine besondere Mischung aus Energie, Atmosphäre und Nähe zum Publikum. Und wir freuen uns sehr, dass unsere Mitglieder diese Mischung mit uns im Schloss- und Auenpark in Schloß Neuhaus erleben dürfen.

Frau Kreimer, was bedeutet es für Sie, Mitglied zu sein?

Ina Kreimer: Als Mitglied unserer Bank ist man Teil einer starken Gemeinschaft. Auf der einen Seite können unsere Mitglieder von einer Vielzahl an Vorteilen und Mehrwerten profitieren. Sie haben aber auch die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen und mitzuentscheiden. Das ist gelebte Demokratie. Darüber hinaus haben Mitglieder immer auch einen Informationsvorsprung, zum Beispiel bei unseren Mitgliederveranstaltungen. Die Mitgliederversammlungen in Paderborn, Beverungen, Minden und Bielefeld haben 2025 sicherlich auch in besonderem Maße zu einer starken Bindung zwischen uns und unseren Mitgliedern beigetragen.

Genossenschaftliche Stärke wird auch spürbar durch gesellschaftliches Engagement. Sie haben auch 2025 viel für ein intaktes Gemeinwesen in OWL und im Altkreis Brilon getan.

Ansgar Käter: Über Spenden und Sponsoring, Crowdfunding und unsere VerbundVolksbank OWL Stiftung haben wir wieder rund 1.200 Projekte in unserer Heimat gefördert. Die Projekte spiegeln die gesamte gesellschaftliche Vielfalt Ostwestfalen-Lippes und des Altkreises Brilon in Kultur, Natur, Sport, Wissenschaft, Soziales, Heimatpflege und vielen Bereichen mehr wider. Wir haben das 30-jährige Bestehen unserer Stiftung gefeiert. Ein Highlight war dementsprechend die Verleihung unseres mit 25.000 Euro dotierten Förderpreises „Junge Kunst“ an acht sehr begabte Talente.

„Miteinander wachsen, voneinander lernen und füreinander einstehen – das ist unser Weg.“

Ina Kreimer

Wenn wir schon über Talente sprechen: Als Teil Ihres gesellschaftlichen Engagements kann man seit dem vergangenen Jahr auch die Kooperation mit dem Lernhilfeanbieter „ubiMaster“ auffassen.

Ina Kreimer: Eine der großen Zukunftsfragen ist ja: Wie erreichen wir die jungen Menschen, um sie frühzeitig mit interessanten Mehrwerten zu versorgen? Wir haben uns im letzten Jahr bewusst für eine Kooperation mit ubiMaster entschieden. Beim digitalen Lernhilfe-Anbieter ubiMaster sind die Tutorinnen und Tutoren unbegrenzt für Schülerinnen und Schüler erreichbar, wenn die Hausaufgaben oder die Klausurvorbereitung Probleme bereiten. Mit diesem kostenlosen Bildungsangebot gehen wir neue Wege im Zielgruppenmanagement und greifen zugleich auch ein wichtiges gesellschaftliches Thema auf. Bildung ist schließlich ein Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft unserer Gesellschaft.

Werfen wir einen Blick nach innen, in die Bank hinein. Welche Themen haben Ihre rund 1.300 Mitarbeitenden im vergangenen Jahr besonders beschäftigt, Herr Wolff?

Thorsten Wolff: Wir sind äußerst dankbar, dass viele Kolleginnen und Kollegen sich in verschiedenen Projekt- und Prozessteams engagieren, um dazu beizutragen, dass wir Effizienzen heben, Ressourcen schonen, unsere Schlagkraft erhöhen und uns zukunftsfähig aufstellen. Wir haben im Zuge unserer großen Mitarbeiterbefragung „Great Place to Work“ das Jahr 2025 dafür genutzt, um mehr als 100 Themen, die sich aus verschiedenen Handlungsfeldern ergeben haben, sukzessive in die Tat umzusetzen. Wir haben auf diesem Weg unter anderem auch administrative Prozesse analysiert und konsequent optimiert, mit dem vorrangigen Ziel, dass unsere Kolleginnen und Kollegen in der Mitglieder- und Kundenberatung spürbar entlastet werden. Wir haben hier einen großen Schritt hin zu noch mehr Mitglieder- und Kundennähe gemacht.

Frau Kreimer, auf den Weg in die Zukunft hat sich die VerbundVolksbank OWL eG auch strategisch vorbereitet. „WIR. genossenschaftlich. STARK.“ – unter diesem Motto wurde im vergangenen Jahr eine neue Strategie entwickelt. Was steckt dahinter?

Ina Kreimer: Rund 160 Mitarbeitende haben gemeinsam eine neue Bankstrategie erarbeitet. Es handelt sich also im besten genossenschaftlichen Sinne um einen basisdemokratischen Entwicklungsprozess, um eine Strategie, die nicht von uns im Vorstand top-down vorgegeben wurde, sondern die aus der Bank heraus kommt, von engagierten Mitarbeitenden. Sie haben unsere Mission und Vision geschärft, Leitplanken definiert und Handlungsfelder konkretisiert. Kern unseres Selbstverständnisses bleibt dabei unser Unternehmensleitbild „Wertschöpfung durch Wertschätzung“ – als Fundament für die Gestaltung unserer Zukunft, als Haltung, die uns verbindet, und als Maßstab für unser tägliches Handeln.

Herr Sievert, einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren sind also die Mitarbeitenden, die sich an der genossenschaftlichen Philosophie orientieren und die Bankstrategie mit Leben füllen …

Frank Sievert: Für unsere leistungsstarke Genossenschaftsbank sind die Kolleginnen und Kollegen unsere wichtigste Kraft. Sie leben unsere genossenschaftlichen Werte, bringen ihre Ideen ein, übernehmen Verantwortung und gestalten gemeinsam mit unseren Mitgliedern und Kunden die Zukunft der Bank. Ihr Engagement, ihre Identifikation mit unseren Werten und ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit machen den Unterschied – und sorgen dafür, dass wir als Genossenschaftsbank nachhaltig erfolgreich und innovativ sind.

Herr Wolff, die Innovationskultur wird in der VerbundVolksbank OWL eG in besonderer Weise gelebt.

Thorsten Wolff: Unsere Mitarbeitenden haben Freude am Gestalten. Wir leben und fördern eine Kultur, die Mut macht, Neues zu entwickeln, Gewohntes zu hinterfragen oder Prozesse anders zu denken. Gerade in der heutigen schnelllebigen Zeit ist es wichtig, für Veränderungen, neue Technologien oder auch den Einsatz Künstlicher Intelligenz offen zu sein und daraus Potenziale zu erkennen, für sich zu nutzen und weiterzuentwickeln.

Herr Käter, verschiedene Organisationseinheiten bringen neue Technologien, Digitalisierung und Innovation mit diversen Schwerpunkten ganzheitlich in Wirkung. Welchen Weg gehen Sie dabei?

Ansgar Käter: Da ist zum einen das Kompetenzfeld „Digitale Wirtschaft & Start-ups“ zu nennen. Als Netzwerkpartner bringt das Team junge Gründerinnen und Gründer sowie mittelständische Unternehmen in Ostwestfalen-Lippe und im Altkreis Brilon zusammen. Über ein Beispiel der Zusammenarbeit zwischen Kunde und unserem Kompetenzfeld-Team lesen Sie auf Seite 32. Der Bereich „Innovation  & Transformation“ konzentriert sich auf die interne Innovationsarbeit, analysiert Trends, sammelt und wertet Ideen aus. Unsere Ziele sind es, die VerbundVolksbank OWL eG strategisch noch innovativer und digitaler aufzustellen. Gleichzeitig möchten wir die Innovationsfähigkeit unserer Mitarbeitenden fördern und sie dazu befähigen, die Unternehmensentwicklung aktiv mitzugestalten.

Herr Käter, für all diese Vorhaben, Projekte und Zukunftsthemen braucht es ein großes engagiertes und motiviertes Team. Wie gelingt das? Was überzeugt?

Ansgar Käter: Für die erfolgreiche Umsetzung all unserer Planungen und Zukunftsthemen ist ein starkes, motiviertes Team tatsächlich der entscheidende Faktor. Entsprechend unserem Unternehmensleitbild steht eine Unternehmenskultur im Fokus, die auf Wertschätzung basiert. Wenn Mitarbeitende spüren, dass ihre Arbeit anerkannt wird und sie als Menschen mit ihren Ideen und Fähigkeiten geschätzt werden, entsteht ein Umfeld, in dem Motivation und Engagement wachsen können. Eine gute Unternehmenskultur zeichnet sich dadurch aus, dass sie Offenheit, Vertrauen und Zusammenarbeit fördert. So schaffen wir gemeinsam die Grundlage, um Herausforderungen zu meistern und innovative Lösungen zu entwickeln. Letztlich überzeugt das gelebte Miteinander – denn nur gemeinsam können wir unsere Ziele erreichen und die Zukunft für unsere Mitglieder, Kundinnen und Kunden erfolgreich gestalten. Das ist unsere Verantwortung und unsere genossenschaftliche Stärke!

„Wo Gemeinschaft gelebt wird, entstehen Lösungen, die Bestand haben.“

Frank Sievert