Handwerk mit Haltung

Peter, Niklas und Michael Vogel

Das Karosserie- und Lackiercenter Vogel GmbH & Co. KG bringt Bewegung in die Region

…und setzt gerade deshalb konsequent auf Nachhaltigkeit. An den beiden Firmenstandorten in Meschede und Brilon
richtet das Familienunternehmen den Blick auf die Mobilität der Zukunft. Elektrofahrzeuge, moderne Reparaturmethoden
und eine wachsende eigene Energieerzeugung spielen dabei eine zentrale Rolle.

Beim Einparken kurz nicht aufgepasst – schon hat das Auto einen tiefen Kratzer im Lack. Befindet sich der Schaden an einem tragenden Element, wählen viele Werkstätten den schnellsten Weg: Die beschädigte Stelle wird herausgetrennt, ein neues Teil eingeschweißt und anschließend lackiert. Das spart Zeit und erfordert oft weniger spezialisiertes Werkzeug und Know-how, als die beschädigte Struktur aufwendig zu reparieren.

Im Karosserie- und Lackiercenter Vogel GmbH & Co. KG verfolgt man bewusst einen anderen Ansatz. Hier gilt der Grundsatz: Instandsetzen statt Austauschen. „Wir bewahren die bestehende Struktur, wenn es technisch möglich und mit den Herstellervorgaben vereinbar ist, und reparieren so schonend wie möglich“, erklärt Niklas Vogel, geschäftsführender Gesellschafter am Standort Meschede. „Dafür schulen wir unser Team regelmäßig und investieren gezielt in das passende Spezialwerkzeug.“ Der Grund für dieses Vorgehen liegt auf der Hand: Ressourcen werden geschont und Reparaturen lassen sich wirtschaftlicher durchführen. Davon profitieren auch die Kunden. Denn je geringer die Reparaturkosten ausfallen, desto niedriger können langfristig auch die Versicherungsprämien bleiben. Diese Arbeitsweise macht deutlich, wofür das Unternehmen steht: handwerkliche Präzision, hohe Kundenorientierung und ökologische Verantwortung.

„Gemeinsam Verantwortung übernehmen,
die regionale Wirtschaft stärken und als Gemeinschaft
vor Ort etwas bewegen – das ist uns wichtig.“

Niklas Vogel

Erfahrung nutzen, Neues wagen

Das Unternehmen blickt auf eine lange Tradition in der Region zurück. Gegründet wurde es 1964 von Josef Vogel in Brilon. Aus der ursprünglichen Autolackiererei entwickelte sich im Laufe der Jahre ein moderner Karosserie- und Lackierbetrieb, der Unfallschäden fachgerecht instandsetzt und Kunden auch beim gesamten Schadensmanagement begleitet. Im Jahr 1989 stieg Sohn Peter und 1994 auch Sohn Michael in das Unternehmen ein und führten den Familienbetrieb gemeinsam weiter.

Ein bedeutender Entwicklungsschritt folgte 2013 mit der Eröffnung eines zweiten Standorts in Meschede. Dort richtete das Unternehmen früh einen Schwerpunkt auf Elektrofahrzeuge aus. 2017 gehörte das Unternehmen nach eigenen Angaben zu den ersten Tesla Approved Body Shops. Heute verfügt das Team über umfangreiche Erfahrung mit den Besonderheiten der Modelle vieler Elektrofahrzeughersteller.

Von 2023 bis 2024 erweiterte die Familie Vogel den Standort Meschede umfassend und passte ihn noch stärker an die Anforderungen der Arbeit mit Elektrofahrzeugen an. Bei diesen Fahrzeugen gilt eine wichtige Sicherheitsregel: Bevor an ihnen gearbeitet werden darf, müssen sie vollständig spannungsfrei geschaltet werden. Damit die Mitarbeitenden die Fahrzeuge dennoch effizient von einer Reparaturstation zur nächsten bewegen können, investierte das Unternehmen in spezielle Transportroboter. Auf diesen flachen, motorisierten Plattformen lassen sich Fahrzeuge per Joystick durch die Werkhalle steuern. Niklas Vogel, Sohn von Michael Vogel und Vertreter der dritten Unternehmergeneration, erklärt: „Wir vermeiden damit ein wiederholtes Trennen und Zuschalten der Hochvoltsysteme, was mögliche Fehlerquellen reduziert. Gleichzeitig muss niemand mehr Fahrzeuge schieben – das schont auch den Rücken unserer Mitarbeitenden.“ Neu ist außerdem eine vollautomatische Farbmischanlage. Sie minimiert ebenfalls mögliche Fehlerquellen und dosiert Lacke so präzise, dass keine unnötigen Materialien verschwendet werden.

Autark denken, regional handeln

Bei allen Modernisierungen verfolgt das Familienunternehmen konsequent ein Ziel: Nachhaltigkeit weiter auszubauen. Am Standort Meschede betreibt der Betrieb eine Photovoltaikanlage. Peter Vogel, ebenfalls geschäftsführender Gesellschafter am Standort Meschede, erklärt: „Unser Ziel ist es, über weite Teile des Jahres energieautark zu sein.“

Auch der Standort in Brilon ist bereits umfassend auf eine nachhaltige Energieversorgung ausgerichtet. Dort wird der Betrieb durch eine eigene Photovoltaikanlage versorgt. Ergänzend kommt eine Kraft-Wärme-Kopplungsanlage zum Einsatz, die Energie besonders effizient nutzt. Ein dezentraler Energiespeicher sorgt zusätzlich für eine optimierte Nutzung der erzeugten Energie. Perspektivisch ist am Standort Brilon zudem die Einrichtung eines Schnellladepunkts für Elektrofahrzeuge geplant.

Darüber hinaus hat das Unternehmen am Firmensitz in Meschede zehn Ladepunkte für Elektrofahrzeuge in Betrieb genommen. Nach eigenen Angaben betreibt die Familie Vogel damit aktuell den größten Ladepunkt an der A46 zwischen Dortmund und Kassel.

Damit möchte das Unternehmen aktiv dazu beitragen, nachhaltige Mobilität in der Region weiter voranzubringen. Niklas Vogel fasst es so zusammen: „Wir verstehen uns als E-Stützpunkt im Sauerland. Bei uns können Elektroautos repariert, lackiert und geladen werden – alles an einem Ort.“

Kurze Wege, großes Vertrauen

Auch bei der Auswahl von Bauunternehmen und Geschäftspartnern setzt die Familie Vogel bewusst auf Betriebe aus der Region. „Man kennt sich, die Wege sind kurz und Entscheidungen können schnell getroffen werden. Vor allem aber kann man sich aufeinander verlassen“, sagt Peter Vogel. Für den Familienbetrieb bringt diese enge Zusammenarbeit viele Vorteile mit sich: Verantwortung gemeinsam übernehmen, die regionale Wirtschaft stärken und als Gemeinschaft vor Ort etwas bewegen. Das gilt auch für die langjährige Zusammenarbeit mit der Volksbank Brilon. Seit der Firmengründung arbeitet die Familie Vogel mit der regionalen Bank zusammen. Peter Vogel engagiert sich zudem in der Vertreterversammlung sowie in mehreren weiteren Gremien der Bank. „Dadurch hat sich über die Jahre ein echtes Wir-Gefühl entwickelt“, sagt er. Mit einem national oder international agierenden Kreditinstitut wäre vieles vermutlich nicht so unkompliziert wie mit einer regionalen Bank. „Ich kann darauf vertrauen, dass sie uns nicht im Regen stehen lässt, sondern im Zweifel den Regenschirm aufspannen würde.“ Regenschauer sind derzeit allerdings nicht in Sicht. Das Unternehmen sieht sich gut für die Zukunft aufgestellt, betont Niklas Vogel: „Wir werden beide Standorte weiter festigen und ausbauen – für die Zukunftssicherheit unserer mehr als 40 Mitarbeitenden und als Anker für nachhaltige Mobilität in der Region, gemäß unserem Motto #vogelmachts.“