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Entwicklung der neuen Bankstrategie

„Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele“ – das genossenschaftliche Prinzip lässt sich in besonderer Weise auch auf die Entwicklung der neuen Bankstrategie der VerbundVolksbank OWL eG übertragen. Rund 160 Kolleginnen und Kollegen aus allen Bereichen der Bank engagierten sich in diesem Prozess, der bei der Betriebs- und Mitarbeiterversammlung im November 2025 seinen Abschluss und zugleich Höhepunkt fand.

Es war ein besonderer Moment, als alle am Strategieentwicklungsprozess beteiligten Mitarbeitenden als große Gruppe auf der Bühne des Paderborner Schützenhofes zusammenkamen und ihren verdienten Applaus erhielten. Und auch während des Zusammenbaus der verschiedenen Bausteine des „Strategie-Hauses“ durch das Steuerungsteam um Sebastian Schrader, Timo Schücker und Dr. Wolf Christoph Gramatke war die Begeisterung der rund 940 anwesenden Mitarbeitenden deutlich spürbar.

Diese Begeisterung – gepaart mit großer Wertschätzung und Dankbarkeit – brachte auch Vorstandsvorsitzender Ansgar Käter im Namen des gesamten Vorstandes zum Ausdruck: „Ihr habt gemeinsam die Grundlage für die erfolgreiche Zukunft unserer VerbundVolksbank OWL eG gelegt!“

Dr. Wolf Christoph Gramatke, Timo Schücker und Sebastian Schrader

Ein Ergebnis echter Zusammenarbeit

Entwicklung der neuen Bankstrategie

Voller Überzeugung und Tatendrang nahmen unsere Kollegen Dr. Wolf Christoph Gramatke, Sebastian Schrader und Timo Schücker
im Anschluss an die Betriebs- und Mitarbeiterversammlung im März 2025 die spannende Herausforderung an, gemeinsam mit rund
160 Mitarbeitenden aus allen Bereichen der VerbundVolksbank OWL eG die Bankstrategie für die nächsten Jahre zu entwickeln.

Im Interview gewähren die drei als Steuerungsteam Einblicke hinter die Kulissen: Was zeichnet unsere Strategie aus? Wie wurde sie entwickelt, wer war beteiligt – und was bedeutet sie für den Arbeitsalltag? Wir sprechen über Ziele, Chancen und darüber, wie das rund 1.300-köpfige Bankteam die Zukunft der VerbundVolksbank OWL eG aktiv mitgestalten kann.

Wenn man auf die Ergebnisse des Strategieentwicklungsprozesses schaut, war die Zusammenarbeit in „gemischten“ Teams sehr erfolgreich. Waren Sie sich von Anfang an sicher, dass es so gut laufen würde? Und, Hand aufs Herz, wo haben gemischte Teams ihre Grenzen?

Timo Schücker: Ja, das waren wir, da es zahlreiche Beispiele in unserer Bank gibt – Prozessteams, Kompetenzfelder, Projekte, Fachaustauschrunden und viele mehr –, in denen vielfältig zusammengesetzte Teams regelmäßig sehr gute Ergebnisse erzielen. Besonders im Strategieentwicklungsprozess waren uns Teams sehr wichtig, in denen Vertrieb und Betrieb ebenso vertreten waren wie erfahrene und jüngere Kolleginnen und Kollegen. Hierdurch repräsentierten die Teams – und damit auch die Ergebnisse ihrer Arbeit – unsere gesamte Belegschaft. Rückblickend war die Vielfalt, die mit der Zusammensetzung der Teams einherging, ganz bestimmt ein Erfolgsgarant. Grenzen gab es, wenn überhaupt, dann nur in Bezug auf den ambitionierten zeitlichen Rahmen sowie das räumliche Zusammenkommen. Mit einer ausgewogenen Kombination aus Präsenztreffen und digitalen Meetings ist es den Teams gelungen, Zusammenarbeit effizient, flexibel und gleichzeitig persönlich nah zu gestalten.

Was war Ihr persönliches Highlight im Entwicklungsprozess?

Dr. Wolf Christoph Gramatke: Unser persönliches Highlight war, als sich das Wort „STARK“ erstmals als Vision herauskristallisierte. Das hat uns sofort gepackt und wir haben gedacht: „Ja, das ist unsere Bank – und wir können noch stärker werden, weil wir noch so viel Potenzial haben!“ Darüber hinaus waren wir sehr beeindruckt, wie engagiert und mit welchen hervorragenden Ideen die Kolleginnen und Kollegen in den einzelnen Workshops der Impulsteams und auf den Strategiekonferenzen mitgearbeitet haben.

Was sind die zentralen Ziele der  neuen Bankstrategie?

Sebastian Schrader: Die neue Strategie stellt konsequent unsere Mitglieder in den Mittelpunkt. Dies stärkt unsere genossenschaftliche Identität: Wir wollen im direkten Dialog agieren, ihre Bedürfnisse verstehen und Mehrwerte schaffen. Dabei bleibt Regionalität ein zentrales Element unseres Erfolgsmodells. Denn wir sind und bleiben ein starker Partner vor Ort, eng verbunden mit Menschen, Unternehmen und dem regionalen beziehungsweise lokalen Umfeld. Gleichzeitig treiben wir aktiv die Transformation voran, sowohl technologisch als auch organisatorisch. Wir orientieren uns dabei an den relevanten Megatrends. Unsere Unternehmenskultur bildet den Schlüssel zum Erfolg: Zusammenarbeit, Mut zur Veränderung und Eigenverantwortung sind entscheidend, um die Zukunft unserer Bank gemeinsam zu gestalten.

Welche Bedeutung nahm das Leitbild im Strategieentwicklungsprozess ein und wie spiegeln sich die Unternehmenskultur und Werte in der neuen Strategie wider?

Timo Schücker: Unser Leitbild war die Grundlage für den gesamten Strategieentwicklungsprozess. Es hat uns als Orientierung gedient und geprägt, wie wir auf Fragestellungen geschaut und Entscheidungen getroffen haben. Unser Selbstverständnis „Wertschöpfung durch Wertschätzung“ spielt dabei eine zentrale Rolle: Der Mensch steht im Mittelpunkt – unsere Mitarbeitenden, unsere Mitglieder, unsere Kunden sowie die Menschen in unserer Region. Diese Haltung zieht sich konsequent durch die neue Strategie. So wird unsere Unternehmenskultur zur Triebkraft für Transformation und Fortschritt.

„Rückblickend war die Vielfalt, die mit der
Zusammensetzung der Teams einherging,
ganz bestimmt ein Erfolgsgarant.“

Timo Schücker

Strategische Dimensionen und Leitplanken

Vision

Gibt es bestimmte Schwerpunkte, die in der Strategie hervorgehoben werden?

Dr. Wolf Christoph Gramatke: „Das Mitglied im Mittelpunkt unseres Handelns“ – dieser Leitsatz zieht sich wie ein roter Faden durch den Strategieentwicklungsprozess. Die Mitgliedschaft ist unser Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb, und so war klar, dass sich unsere weiterentwickelte Strategie auf allen Ebenen – von der Mission über die Vision und die strategischen Leitplanken bis hin zu den einzelnen Handlungsfeldern – noch stärker als bislang auf unsere Mitglieder fokussiert. Damit verbunden ist auch das klare Bekenntnis zu unserer Region, in der wir unseren Mitgliedern begegnen und für die wir durch vielfältiges Engagement Verantwortung übernehmen möchten.

„Zusammenarbeit, Mut zur Veränderung und Eigenverantwortung
sind entscheidend, um die Zukunft unserer Bank gemeinsam zu gestalten.“

Sebastian Schrader

Wie unterscheidet sich die neue Strategie von der bisherigen?

Sebastian Schrader: Wir haben uns von der Idee leiten lassen, dass alle Mitarbeitenden Mission, Vision sowie die strategischen Leitplanken und Handlungsfelder sehr gut nachvollziehen können. Insofern haben wir die jeweiligen Botschaften möglichst kurz und einprägsam formuliert und so sichergestellt, dass die Kolleginnen und Kollegen sie in ganz vielen Bereichen wiedererkennen und mit ihrer Arbeit auf sie einzahlen können.

„Damit verbunden ist auch das klare Bekenntnis
zu unserer Region, in der wir unseren Mitgliedern begegnen
und für die wir durch vielfältiges Engagement
Verantwortung übernehmen möchten.“

Dr. Wolf Christoph Gramatke

Welche Chancen ergeben sich durch die neue Ausrichtung für die Bank und die Mitarbeitenden?

Timo Schücker: Die neue Strategie schafft klare Orientierung und stärkt unseren Fokus auf die Interessen und Bedürfnisse unserer Mitglieder. Indem wir unser Handeln konsequent darauf ausrichten, wird unsere Arbeit nicht nur zielgerichteter, sondern auch sinnstiftender. Es wird für uns alle deutlich, welche Ziele die Bank verfolgt und welche Prioritäten dabei im Vordergrund stehen. Dies erleichtert es, im Arbeitsalltag die richtigen Schwerpunkte zu setzen und gleichzeitig klare Perspektiven für die persönliche Weiterentwicklung zu schaffen.

Wie fällt Ihr Fazit zur Bankstrategie-Entwicklung aus und wie geht es weiter?

Dr. Wolf Christoph Gramatke: Wir können stolz darauf sein, was wir gemeinsam erarbeitet haben. Die neue Strategie ist nicht nur ein Konzept auf Papier, sondern ein Ergebnis echter Zusammenarbeit. Denn sie spiegelt wider, wofür wir als Bank stehen und wohin wir uns entwickeln möchten. Jetzt geht es darum, sie mit Leben zu füllen. Wir möchten diesen Weg gemeinsam mit unserem großen Bankteam gehen: mit Vertrauen in unsere Stärken, mit Offenheit für Neues und mit der Überzeugung, dass wir als Team viel bewegen können. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter spielt dabei eine wichtige Rolle. Wenn wir unsere Strategie im Alltag spürbar machen, haben wir die Möglichkeit, unsere Zukunft aktiv mitzugestalten.

Vielen Dank für das Gespräch!